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Betriebliches Gesundheitsmanagement ist mehr als Rückenschule und Yogakurs

psychisch erkrankter MitarbeiterZeit für Wandel in den Unternehmen: Ist „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ auf dem Vormarsch?

Das Wohlergehen der Mitarbeiter spielt immer noch in vielen Unternehmen eine Nebenrolle und mit Fakten, wie z.B. AU-Tagen (Krankenstand) werden Argumente gesucht, um geplante Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu rechtfertigen. Nach und nach rückt jedoch nun auch das Bewusstsein in die Manageretagen, dass nicht mehr nur das physische sondern auch das psychische Wohl jedes einzelnen Mitarbeiters zählt, wenn man auch zukünftig noch erfolgreich auf dem Markt sein will.

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Fehlzeiten und reduzierte Leistung beträgt in Deutschland rund 225 Millionen Euro (Booz&Company).

Gegenmaßnahmen wurden schon vor Jahrzehnten ergriffen: Kisten sollen nicht mehr zu schwer und Schreibtische nicht mehr zu niedrig sein (Arbeitsschutz, Arbeitsplatzgestaltung, Ergonomie). Auch wenn diese Maßnahmen wichtige Schritte in der Verbesserung der Arbeitsbedingungen darstellen, so sind sie doch nicht ausreichend. Durch psychische Erkrankungen verursachte Fehlzeiten nehmen immer mehr zu. Seit 2006 steigt die Zahl der Frühverrentungen wegen psychischer Befunde dramatisch an. Es ist klar, dass Handlungsbedarf herrscht.

Als Antwort auf diese Probleme ist das Thema „Integriertes betriebliches Gesundheitsmanagement“ (systematisch betrieben und strategisch ausgerichtet) in den Vordergrund gerückt. Hierbei geht es darum, dass Unternehmen sich ihrer Verantwortung dem Mitarbeiter gegenüber bewusst werden und sich mehr für die physische als auch die psychische Gesundheit der Beschäftigten engagieren.

Neben dem Arbeitsschutz und der Arbeitsplatzanalyse werden Unternehmensstrategien entwickelt, die das Unternehmen insgesamt „gesünder machen“. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement als Projekt zu handhaben, das kontinuierlich verbessert und angepasst wird, ist zukunftsweisend. Dass es möglich ist, zeigen einige Good-Practice Unternehmen, deren guter Ruf als Arbeitgeber ihnen voraus eilt.

Vielen Mitarbeitern fällt es schwer mit ihren Vorgesetzten über ihre Sorgen zu sprechen, vor allem wenn diese selbst die Ursache sind. Deswegen engagieren größere Unternehmen zunehmend externe Dienstleister. Aber auch kleine und mittelständige Unternehmen können ein Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung etablieren, indem sie beispielsweise ihre Mitarbeiter in diesem Bereich fortbilden. Dies können einzelne Kursleiterfortbildungen sein, z.B. im Bereich Kommunikation, Selbst- und Zeitmanagement oder komplexere Weiterbildungen zu Trainern für Betriebliches Stressmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung und strategisch zu Betrieblichen Gesundheitsmanagern.

Es gibt auch Beispiele aus Unternehmen, die Schulungen zum Thema „Führung und Gesundheit“ zur Pflicht machen. In diesen Trainings werden Führungskräfte darauf vorbereitet, Warnsignale bei Mitarbeitern zu erkennen und sich aktiv damit auseinanderzusetzen. Da Führungskräfte Vorbilder sind, ist darüber hinaus auch wichtig sie dabei zu unterstützen die eigene Gesundheits- und Stresskompetenz zu entwickeln.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht mehr alleine im Fokus, sondern zunehmend auch das Thema Gesundheit. Der Aufbau von Resilienz ist hier das Stichwort, denn sie beseitigt nicht nur die Ursachen von Belastung, sondern hilft mit ihr besser umzugehen. Dies sei ein erster Schritt, um mental gesund zu bleiben.

Hier noch 5 Tipps zur Stressbewältigung:

  1. Seien Sie nicht immer ein Ja-Sager
    Wenn Sie gerade keine Kapazitäten für eine neue Aufgabe haben, dann sagen Sie frühzeitig Bescheid. Es gibt auch noch andere Kollegen, die vielleicht gerade mehr Zeit haben.

  2. Nobody is perfect!
    Blockieren Sie sich nicht durch unrealistische Anforderungen an sich selbst.

  3. Erarbeiten Sie eine Liste mit Dingen, die Sie stört. Überlegen Sie sich, was Sie dagegen tun können.

  4. Sprechen Sie mit einem Kollegen oder sogar mit Ihrem Chef über die Dinge, die Sie stressen.
    Tun Sie aktiv etwas gegen den Stress. Wer ständig nur alles herunterschluckt, hat irgendwann keinen Appetit mehr.

  5. Bewegen Sie sich.
    Steigen Sie vielleicht doch mal eine Station früher aus der Bahn. So haben Sie Zeit einmal tief durchzuatmen und tun nebenbei noch etwas für Ihre Gesundheit.

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